Westfalen-Blatt 25.11.2017: lm Team für die Bildung

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Westfalen-Blatt am 25.11.2017, von Maike Stahl: Paderborn  (WV). Auf diese Gelegenheit hat Tim ganz offensichtlich gewartet: iedenfalls löchert der aufgeweckte Viertklässler Landtagsabgeordnete Sigrid Beer (Grüne) zum Thema Elektromobilität und erneuerbare Energien. Beer war am Freitag im Rahmen  der »Tage der freien Schulen« zu Gast in der Lummerlandschule.

Die hat der Verband der Privatschulen (VDP) NRW organisiert, um Schüler und Politiker ins Gespräch zu bringen. Und so stellt sich die heimische Schulpolitikerin zunächst den Fragen der Kinder. Die haben einige. »Wie findest du eigentlich Christian Lindner?«, zeigen die Schüler, dass sie die gescheiterten Koalitionsverhandlungen durchaus zur Kenntnis genommen haben. »Ich kenne ihn schon lange persönlich und ehrlich gesagt, hat es mich nicht gewundert, dass er einfach aufgestanden und gegangen ist«, räumt Beer ein. »Das hat mich enttäuscht, denn besser ist es doch, miteinander zu reden.«

Und das stellt sie auf Nachfrage klar, geht eigentlich immer. »Man kann sich mögen, aber trotzdem unterschiedlicher Meinung sein. Und dann wird auch mal heftig gestritten, um eine gute Lösung zu finden«, gibt sie den Viertklässlern einen Einblick in die Politik, der ihnen sicherlich auch aus ihrem Schulleben ziemlich vertraut sein dürfte.

Denn in der §chule, die in Privater Trägerschaft der Paderborner Seele-Stiftung ist, wird neben der eigentlichen Bildung sehr viel Wert darauf gelegt, die soziale Kompetenz der derzeit 94 Schüler in vier Jahrgängen zu stärken. Dafür steht jeder  Klasse ein Pädagogenteam aus Klassenlehrer, zwei Erziehern, Sonderpädagoge und zwei Integrationshelfern zur Seite. »Während des Unterrichts sehen wir Dinge, die den Lehrern in dem Moment vielleicht nicht so auffallen und können auch entsprechend reagieren«, erläutert OGS-Leiter Moritz Märtens. Der ständige Austausch der Teams sei wichtig, um den Kindern mit ihren jeweiligen Bedürfnissen gerecht werden zu können.

Damit das im Sinne aller Beteiligten - Pädagogen, Eltern und Kinder - funktioniert, sei es wichtig, dass sich alle im Team auf Augenhöhe begegnen, weiß Beer. Das Land habe bereits die Stellen für multiprofessionelle Teams an den öffentlichen Schulen aufgestockt, aber es müsse noch deutlich mehr Geld in diesem Bereich in die Hand genommen werden, damit Angebote wie an der Lummerlandschule fiir alle Kinder zugänglich werden.

Denn auch wenn die Lummerlandschule staatlich gefördert wird, sei das Angebot ohne Elternbeiträge, derzeit 350 Euro für Schule und Offene Ganztagsgrundschule, finanziell nicht darstellbar. »Das Geld fließt eins zu eins in unsere Arbeit. Der Förderverein unterstützt  Eltern, die sich das nicht leisten können«, betont Stiftungsgründerin Heike Seele. Klar sei aber auch, dass sie mit ihrem Angebot viele Familien gar nicht erreichten. Auch deshalb freut sich Schulleiterin Sandra Osterkamp,  wenn sich Kollegen anderer Grundschulen für ihre Arbeit interessieren und beispielsweise in der Lummerlandschule hospitieren. »Es  gibt so viele gute Konzepte. Eine noch stärkere Vernetzung wäre wünschenswert«, meint auch Sigrid Beer.

Mehr erfahren Sie auf der Seite vom Westfalen-Blatt: Bildung ist im Lummerland Teamarbeit

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